Allgemeines Taekwondo-Wissen


Die Lehre des Taekwondo

Verhalten im Dojang

 

Schülerformen

Meisterformen

 

    Frei- und      Wettkampf

Praxiswissen

(richtiges Zuschauen)

Selbst verteidigung

Bruchtest

 

Die Lehre des Taekwondo

General Choi Hong Hi nennt in seinem Buch `Taekwon-Do' die Grundsätze des Taekwondo

(siehe auch Geschichte des Taekwondo)

Choi Hong Hi (* 9. November 1918; † 15. Juni 2002) Höflichkeit  - Ye Ui Grundsätze
Integrität  - Yom Chi
Durchhaltevermögen  - Guk Gi
Selbstdisziplin  - In Nae
Unbezwingbarkeit  - Beakjul Boolgool

Dojang Verhaltensregeln

In einem Taekwondo-Dojang gibt es etliche Verhaltens- und Höflichkeitsregeln.
Manche dieser Regeln werden Europäern anfangs etwas seltsam anmuten. Die Einhaltung der Regeln gehört jedoch zur charakterlichen Fortbildung eines(r) Taekwon-Doin. Zudem muß man sich vor Augen halten, daß im Taekwon Do Techniken geübt werden, deren unachtsame Ausübung zu erheblichen Verletzungen des Partners führen könnten. Die Einhaltung der Regeln dient also auch dem Schutz des Partners sowie dem eigenen Schutz vor Verletzungen.
Dojang Verhaltensregeln
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Taeguk Formen (10. KUP bis 1. DAN)

(wenn Ihr die koreanischen Begriffe anklickt, erscheint diese Form in einem neuen Browser-Feld als Fotostrecke)

Taeguk Il-Chang

Taeguk Il- Chang

Taeguk Ih-Chang

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Taeguk Sam-Chang

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Taeguk Sa-Chang

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Taeguk Oh-Chang

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Taeguk Yuk-Chang

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Taeguk Chil-Chang

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Taeguk Pal-Chang

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WTF Meisterformen

(wenn Ihr die koreanischen Begriffe anklickt, erscheint diese Form in einem neuen Browser-Feld als Video)

Koryob_280_0_16777215_00_images_stories_Armare_Bilder_koryo_1.jpg

Kumgangb_280_0_16777215_00_images_stories_Armare_Bilder_kumgang_1.jpg

Taebaekb_280_0_16777215_00_images_stories_Armare_Bilder_taebak_1.jpg

Pyongwonb_280_0_16777215_00_images_stories_Armare_Bilder_pyongwon_1.jpg

Sipjinb_280_0_16777215_00_images_stories_Armare_Bilder_sipjin_1.jpg

Jitaeb_280_0_16777215_00_images_stories_Armare_Bilder_jitae_1.jpg

Chonkwonb_280_0_16777215_00_images_stories_Armare_Bilder_chonkwon_1.jpg

Hansub_280_0_16777215_00_images_stories_Armare_Bilder_hansu_1.jpg

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der Frei- und Wettkampf

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Traditioneller Freikampf Chayu Taeryon

Beim traditionellen Freikampf gilt es, die Techniken schnell und präzise anzubringen und Angriffe des Gegners meist im Ansatz zu erkennen und wenn möglich zu vereiteln. Den traditionellen Freikampf kann man als Kampf mit dem Partner bezeichnen.

Das Wörtchen "mit" ist hier entscheidend, denn es ist kein wirklicher Kampf gegen Trainingspartner. Die Übenden nutzen das Training als eine Möglichkeit, Reaktionen zu schulen und Techniken zu üben.

Die Techniken werden meist einige Zentimeter vor dem Ziel gestoppt, was eine hohe Herausforderung an die Körperbeherrschung beider Taekwondoin darstellt.

Bestimmte Freikampfregeln gelten universell (für alle Varianten): Schläge unter die Gürtellinie, Faustschläge zum Gesicht und der Angriff zum Rücken sind verboten. Sie stellen ein Risiko dar und können zu bleibenden Schäden oder lebensgefährlichen Verletzungen führen.

Zur Vorbereitung auf den traditionellen Freikampf Chayu Taeryon und zur Verfeinerung dienen weitere Trainingsübungen wie der 1-Schritt-Kampf (Ilbo-Taeryon), 1:1 oder Freikampf in Zeitlupe.

Oder es werden Einschränkungen der Regeln vorgenommen, wie z.B. nur ein Partner greift an, nur Fausttechniken sind erlaubt oder nur Fußtechniken. Bei Schwarzgurten kann natürlich eine Ausnahme gemacht werden. Dann kann der Freikampf auch mit sehr leichtem Kontakt geübt werden.

Einschrittkampf Ilbo Taeryon

(Sparring)

Einen großen Teil des Taekwondo-Trainings verbringt der Schüler mit dem Ilbo-Taeryon (Sparring), bei dem auf einen vorgegebenen Angriff mit einer Angriffstechnik reagiert werden muss, ohne den Gegner zu berühren.
Allgemein ist diese Form des Trainings eine Ausführung und Kombination der erlernten Techniken gegen einen einzelnen Gegner und eine Vorübung zum Freikampf (Chayu-Taeryon).

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Obwohl es viele verschiedene Techniken gibt, folgt der Ablauf beim Sparring einem einheitlichen Schema:
Einer der beiden Kampfsportler macht sich zum Verteidigen bereit, und gibt dem anderen Kämpfer dies auch mit einem kurzen Kommando zu erkennen.
Der Partner kündigt den Beginn seiner folgenden Technik ebenfalls mit einem kurzen Kommando an.

Darauf führt er diese - (meist) nicht abgesprochene - Technik durch, die der andere abwehren muss.

Auf diese Weise gibt es nahezu unbegrenzte Möglichkeiten, Angriffstechniken und dazu passende Abwehrtechniken zu kombinieren. Der Vorteil ist, daß das Ilbo-Taeryon auch niemals langweilig wird.

Ziel dieses Trainings ist es, den Taekwondoin so auszubilden, daß er die Kombinationen sowohl "auf der Straße" als natürlich auch auf Wettkämpfen mit Beherrschung und Kraft ausführen kann.

Geschult werden beim Einschrittkampf oder Sparring Reaktionsvermögen, Schnelligkeit, Distanz-Einschätzung, Atmung, Zielgenauigkeit von Tritten und Schlägen mit Hand und Fuß, Konzentration und die exakte Ausführung der Grundtechniken.

Allerdings: mehrere Techniken beim Einschrittkampf zu kombinieren und diese dann auch noch perfekt auszuführen, ist gar nicht so einfach, wie es aussieht!

Moderner Wettkampf mit Vollkontakt oder Semikontakt

Der moderne Wettkampf, wie er z.B. bei den Olympischen Spielen angewendet wird, unterscheidet sich in zwei wesentlichen Aspekten von der traditionellen Kampfkunst Chayu Taeryon:

1.    Die Sportler tragen Schutzkleidung, weil beim modernen Wettkampf gewisse Zielpunkte am Körper mit voller Härte getroffen werden dürfen und sollen.
2.    Es kommen veränderte "Freikampftechniken" zum Einsatz. Diese Techniken sind speziell auf den Kampf angepasst, damit sie möglichst schnell, überraschend und hart eingesetzt werden können.

Das klassische Beispiel an dieser Stelle ist der Dollyo-Chagi. Dieser wird in diesem Fall nicht mehr mit dem Fußballen getroffen, sondern mit dem Spann (Vorteile: mehr Reichweite etc.).

Der moderne Taekwondo Freikampf wird in zwei Teilbereiche unterteilt: Semikontakt und Vollkontakt

Beim Semikontakt werden die Techniken ein paar Zentimeter vor dem Körper des Gegners gestoppt oder berühren nur sehr leicht den Gegner.
Aus diesem Grund tragen die Kampfsportler Fußschützer, Kampfhandschuhe, Mundschutz und eventuell einen Kopfschutz um das Verletzungsrisiko möglichst gering zu halten.
b_280_0_16777215_00_images_stories_Armare_Bilder_joaquin_2.jpg Beim Vollkontakt sind Tritte nur auf gekennzeichnete blaue oder rote Flächen an der Kampfweste und im Gesicht erlaubt. Der Nacken und mit Haupthaar bewachsene Kopfflächen sind aus der Wertung herausgenommen.
Wegen dieser Unterschiede tragen die Sportler beim Vollkontakt zusätzlich Tiefschutz, Ellbogenschutz, Schienbeinschutz und Kampfweste. Trotz dieser Polsterungen sind Verletzungen nicht auszuschließen.

Handtechniken zum Kopf sind auch beim modernen Freikampf generell verboten. Und natürlich auch für die Selbstverteidigung.

Die Härte beim modernen Wettkampf wird deutlich an zwei möglichen Ereignissen, die zum Sieg des Kampfes führen:
Entweder gewinnt einer der beiden Kontrahenten den Kampf durch die Mehrzahl an Trefferpunkten oder durch ein technisches K.O.

Genauere Regelungen zum Kampfsport sind in den Taekwondo Regelwerken (Link zur Wettkampfordnung) enthalten.
Seit den Olympischen Spielen 2000 ist der Vollkontakt-Wettkampf mit Westen erstmals Voll-Olympisch.

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Praxiswissen Taekwondo Wettkampf

Es gibt zwei Dinge, die wichtig sind, wenn man sich einen Taekwondo-Wettkampf ansieht:

•    Erstens: die Verhaltensregeln für den Zuschauer selbst und
•    Zweitens: das Grundwissen, um einen Kampf und die Fähigkeiten der Kämpfer zu beurteilen.

Verhaltensregeln beim Wettkampf


Bei einem Taekwondo-Kampf beim Training oder bei einem Vergleichsturnier in einer kleinen Halle sollte man stets die Befehle des Trainers befolgen (vgl. Kampfausdrücke).
Bei größeren Veranstaltungen kann der Zuschauer schon euphorischer werden, da er meist etwas weiter von der Kampffläche entfernt ist und somit nicht durch Ablenkung direkt den Wettkampf beeinflusst.
Wünschenswert wäre für Kämpfe ein Verhalten wie beim Training, denn letztendlich ist das Stadium nur eine Erweiterung des Dojang.
Beim Taekwondo-Wettkampf sind nicht erlaubt: Fingerstiche, Handkanten-Schläge, Einsatz der Ellenbogen, Griffe, Würfe, Tritte unterhalb der Gürtellinie.

Das Grundwissen zu einem Wettkampf


Man muss kein erfahrener Kampfsportler sein, um einen Kampf beurteilen zu können oder den Ausgang überhaupt zu verstehen. Jedoch gibt es durchaus Feinheiten, auf die ein Zuschauer achten sollte, um sich ein besseres Bild über die Fähigkeiten der beiden Kämpfer machen zu können.

1) Taekwondo-Techniken der Wettkämpfe bestehen meist aus Fußtechniken wie Dreh-, Fall-, Vorwärts-,

Seitwärts- und Rücktritten. Anspruchsvolle Handtechniken sind selten und werden nur auf kurze Distanz angewendet.

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4) Beachtenswert sind auch die Step-Techniken und Stände im Taekwondo-Wettkampf:

•    Im Standard-Stand sehen sich beide Gegner an, wobei der Oberkörper seitlich gedreht ist, so daß meist der linke Fuß und die linke Schulter zum Gegner zeigt (kleinstmögliche Angriffsfläche).
•    Die Standard-Distanz ist genauso lang, dass beide Kämpfer nicht auf Anhieb in der Lage sind, den anderen durch eine schnelle Fußtechnik zu treffen.
•    Im Standard-Stand besteht der erste Konter auf einen Angriff des Gegners meist aus einem Spanntritt (Drehtritt) zum Bauch oder Kopf (Tritt-Kombinationen folgen meist daraufhin).
•    Im Standard-Stand verteidigt sich meist derjenige, der frontal angegriffen wird, mit einem Seitwärts- oder Rückwärtstritt, indem er den hinteren Fuß über den Rücken zum Gegner stößt.
•    Falls ein Angriff erfolgreich war, tendieren viele Athleten dazu, die Distanz kurzeitig sehr klein zu halten. In diesem Moment kommt es oft zu guten Konteraktionen.

5) Die meisten Kämpfer kann man in zwei Typen aufteilen: offensiv und defensiv. Der Offensive versucht oft durch schnell hintereinander folgende Techniken den Gegner zu "überrumpeln". Der Defensive versucht dagegen, durch gezielte Treffer den Kampf für sich zu entscheiden.

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2) Taekwondo-Wettkämpfe sind im höchsten Maße psychologisch anspruchsvoll. Als Zuschauer sollte man

darauf achten, ob die Kämpfer Aktionen vorhersehen und im Ansatz vereiteln können.

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6) Bei den meisten Wettkämpfen "beschnuppern" sich die Kämpfer erst einmal relativ passiv, um dann mit ganzem Einsatz anzugreifen und sich zu verteidigen.

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3) Falls die Kämpfer eine Menge "Lufttritte" ausführen, ist das ein sicheres Zeichen dafür, dass kein Gefühl für die richtige Distanz zwischen den Kämpfern herrscht. 7) Bei Großveranstaltungen ist der Coach und das Team ebenfalls entscheidend. Aufmerksame Zuschauer erkennen neue Anweisungen der Trainer für die jeweilige Runde.
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Selbstverteidigung (Hosinsul)

Der koreanische Begriff Hosinsul bedeutet im allgemeinen Selbstverteidigung gegen bewaffnete und waffenlose Angriffe und ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil des modernen Taekwondo.
Die Definition ist zunächst irreführend, da alle Taekwondo-Techniken praktisch zur Selbstverteidigung geeignet sind.
Beim Taekwondo Hosinsul werden jedoch vorwiegend Techniken geübt, in denen Fußtechniken und Handtechniken nicht angebracht sind, da man bereits attackiert wird.
Aus diesem Grund wird beim Hosinul die effektive Befreiung aus Griffen oder Würge-Techniken sowie Hebel- und Wurf-Techniken geübt, die auch aus einem anderen Kampfsport oder einer anderen Kampfkunst (z.B. Karate, Judo, Wing Tsun, Ju-Jutsu, Aikido) übernommen werden können. hosinsul1.jpg


Weil es in einer Notwehrsituation im Gegensatz zu einer Wettkampfsituation keine festen Regeln gibt, "kann" der Angreifer sein Opfer mit jeder möglichen Aktion überraschen und der Schüler (Verteidiger) darf jede Art von Selbstverteidigung benutzen, um sich zu wehren.

Natürlich muß jeder Verteidiger den Notwehrparagraphen und Grundsatz der Verhältnismäßigkeit beachten. Dieser besagt, dass beim Recht auf präventive Selbstverteidigung stets das mildeste geeignete Mittel eingesetzt werden muss, um dem Gegner den geringsten Schaden zuzufügen.

Zusätzlich zu den vorstehend genannten Techniken kommt die Fallschulung beim Honsinsul-Sport hinzu. Gerade dieser Teilbereich des Taekwondo wird gerne als Selbstverteidigung für Frauen und Mädchen bevorzugt geübt, um sich in einem möglichen Ernstfall zu wehren. Die Fallschule ist aber auch als effektive Selbstverteidigung für Kinder und Jugendliche von großer Bedeutung, weil sie dabei lernen, richtig zu fallen ohne sich weh zu tun, wenn sie z.B. von hinten geschubst werden. b_280_0_16777215_00_images_stories_Armare_Bilder_hosinsul2.jpg Ziel des Hosinsul ist es zu lernen, sich aus Umklammerungen und Festhaltegriffen aller Art lösen zu können. Sei es durch Hebeltechniken, Wurftechniken oder Falltechniken.
Und auch die Abwehr von Handtechniken und Fußtechniken wird bei der Selbstverteidigung vermittelt sowie die Abwehr von Angriffen mit Waffen wie einem Messer, Stock oder einer Schusswaffe.

Gerade zu letzteren wird im Hosinsul Training auch gelehrt, dass gegebenenfalls ein Rückzug das beste und effektivste Mittel zur Selbstverteidigung und Selbstbehauptung sein kann.

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Der Bruchtest (Kyok Pa)

Der Bruchtest ist ein fester Bestandteil des Taekwondo, auch wenn der Bruchtest nicht, wie man erwarten könnte, im Training oft geübt wird.
Wichtig bei einem Bruchtest ist die korrekte Ausübung der Technik mit größtmöglicher Kraftentfaltung auf der Trefferfläche. Die Wirksamkeit jeder Techniken wird dann beim Zerschlagen von Brettern, Ytong Platten aber auch Steinen unter Beweis gestellt.
Dabei kommt es jedoch nicht nur auf die Schnelligkeit, Technik und Kraft an, sondern auch die Genauigkeit und die Konzentration bei der Bruchtestdemonstration.
An dieser Stelle ist der Faktor "Do" des Taekwondo-Trainings von entscheidender Bedeutung: Geistige Konzentration und das perfekte Zusammenspiel von körperlicher und geistiger Leistungsfähigkeit.
Dadurch versetzt der Taekwondo-Sportler sich in die Lage, im Bruchteil einer Sekunde alle inneren und äußeren Punkte genau auf einen Punkt des Auftreffens zu konzentrieren.
Beim Kyok Pa sollte man nicht vergessen, dass Taekwondo zur Verteidigung gedacht ist und nicht zum Zerstören (auch nicht von Gegenständen). Außer im Notfall. Aus diesem Grund ist bei der Prüfung auch die Erlaubnis des Prüfers erforderlich, um diese Ausnahme zu genehmigen.
Der Bruchtest dient als Beweis für die korrekte Ausführung einer Technik und wird deshalb nur zu Prüfungen, bei aktuellen Wettbewerben und Meisterschaften sowie gelegentlich zu Vorführungen ausgeführt.
Eine wichtige zu beachtende Gesetzmäßigkeit ist, dass die maximale Kraftwirkung nur dann erreicht wird, wenn die Technik genau senkrecht auf das Bruchtestmaterial trifft. Wenn die Kraft schräg auf das Hindernis trifft, so teilt sie sich in eine waagerecht und eine senkrecht wirkende Kraft auf.
Nach der DTU-Prüfungsordnung werden für Bruchtests generell Fichtenholz-Bretter mit einer Größe von 30 cm x 30 cm verwendet. Die Brettstärke für Männer von 18 bis 49 Jahre beträgt 3,0 cm.
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b_280_0_16777215_00_images_stories_522.jpg Für Frauen, Jugendliche ab 14 Jahre und Männer/Senioren ab 50 Jahre kommen 2,0 cm dicke Bretter zum Einsatz.
Für Kyok-Pa-Bruchtests der Kinder von 7 bis 13 Jahre werden Fichtenbretter mit einer Brettstärke von 1,0 cm verwendet (nur bei Fußtechniken).
Zu unterscheiden sind der gehaltene Bruchtest und der freie Bruchtest. Beim gehaltenen Bruchtest wird der zu zerbrechende Gegenstand von mehreren Personen festgehalten. Es sollte dabei so gehalten werden, dass er nicht nachgibt.
Beim freien und schwierigeren Bruchtest wird das zu zerbrechende Material nur mit den Fingern gehalten, so dass es nachgeben kann, oder es wird auf eine Unterlage gestellt. Eine weitere Steigerung vom Schwierigkeitsgrad liegt vor, wenn der zu zerbrechende Gegenstand geworfen wird.
Bei Taekwondo-Prüfungen zum Großmeister (ab 5. Dan) ist ein Spezialbruchtest zu absolvieren, den der Prüfling zuvor individuell einstudieren kann

 

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